Diagnose von Endometriose

An unserem Endometriose-Zentrum bieten wir alle modernen diagnostischen Verfahren an, um Endometriose festzustellen oder einen Verdacht auf die Erkrankung abzuklären. Fast immer kombinieren wir eine Reihe von diagnostischen Methoden, um die Grundlage für eine sichere und sorgfältige Behandlung zu schaffen. Wir legen dabei großen Wert darauf, alle diagnostischen Maßnahmen eng mit unseren Patientinnen abzustimmen. Zu den häufig eingesetzten Diagnose-Verfahren gehören:

  • Ein ausführliches Gespräch über aktuelle Beschwerden die Krankengeschichte vorherige medikamentöse und / oder operative Therapien Kinderwunsch und eigene Erwartungen
  • Zusätzlich zu diesem Gespräch bitten wir jede Patientin, einen Fragebogen zu ihrem Schmerzen auszufüllen. Dieser Schmerzfragebogen wurde speziell für unsere Endometriosepatientinnen in Kooperation mit der Schmerzambulanz der Charité Benjamin Franklin entwickelt. Die Auswertung des Fragebogens gibt uns wertvolle Hinweise zur Art und Stärke der Erkrankung. Auch im Verlauf der Therapie bitten wir unsere Patientinnen nochmals, den Fragebogen auszufüllen. Dadurch erhalten wir wichtige Informationen über den Verlauf der Erkrankung.
  • Gynäkologische Untersuchung: Nur in einigen Fällen lässt sich Endometriose aber bereits tasten.
  • Ultraschalluntersuchung: Diese Untersuchung dient einer ersten Eingrenzung des Befunds - also etwa Position und Größe eines möglichen Endometriose-Herds. Eine Abgrenzung zu Zysten gelingt mithilfe von Ultraschall jedoch nicht immer. Ebenso wie für die gynäkologische Untersuchung gilt auch hier: ein „normaler“ Ultraschallbefund schließt eine Endometriose nicht aus.
  • Weitere bildgebende Verfahren: Dazu gehören in wenigen Fällen das IV-Pyelogramm (Röntgenuntersuchung der ableitenden Harnwege (Nierenbecken, Harnleiter, Blase) mit Kontrastmittel), die Magnetresonanztomographie (MRT) und die Computertomographie (CT).
  • Blutuntersuchungen (etwa Messungen des Hormonspiegels oder des Tumormarkers Ca125): Diese Laboruntersuchungen können in einigen Fällen bei der Diagnose oder zur Therapiekontrolle zum Einsatz kommen.
  • Besteht der Verdacht auf eine Darmendometriose empfehlen wir in einigen Fällen eine Endosonographie (Ultraschalluntersuchung des Enddarms) beziehungsweise eine Rektoidoskopie (Enddarmspiegelung) oder Koloskopie, bei der die Schleimhaut des Darms beurteilt werden kann. Um Endometrioseherde in der Blase zu finden, setzen wir die Zystoskopie (Blasenspiegelung) ein.
  • Bauchspiegelung (Laparoskopie): Unter Vollnarkose wird über einen kleinen Bauchschnitt eine kleine Sonde in den Bauchraum geschoben und dieser über einen Monitor betrachtet. Die Laparoskopie beinhaltet normalerweise gleich die Entfernung von verdächtigem Gewebe.
  • Histologische Untersuchung: Solche Gewebeproben werden dann unter dem Mikroskop untersucht (Histologie). Nur diese Untersuchung kann einen Verdacht auf Endometriose letztlich sichern.

Foto: Wikimedia Commons, Hic et nunc.

Kontakt

Endometriosezentrum Charité – Universitätsmedizin Berlin

Leitung Prof. Dr. Sylvia Mechsner

CBF: Campus Benjamin Franklin

CharitéCentrum Frauen-, Kinder- & Jugendmedizin mit Perinatalzentrum & Humangenetik CC 17

Klinik für Gynäkologie

Postadresse:

Hindenburgdamm 30

12200 Berlin

t: +49 30 8445 2554

f: +49 30 8445 4477

Lageplan

Sonstiges:

Terminvergabe:
Frau Larson
Frau Kahl
t: +49 30 8445 2456