22.08.2013 - Aktuelles aus den Centren

Urinstix häufig unnötig

Kaven Baessler

Den Urinstix kann man sich sparen, wenn die Patientin über eine Dysurie klagt, denn er hat nur eine Sensitivität von 44%.

Die Daten stammen aus einer grossen urologischen Praxis in Berlin: Von 1754 Patienten mit einem negativen Urinstix-Ergebnis hatten 353 (20%) eine positive Urinkultur. Die Sensitivität wird mit 44% und die Spezifität mit 86% angegeben.
Während der Urinstix sich als Screeningmethode  eignet, ist er zur Sicherung eines Verdachtes auf einen Harnwegsinfekt nicht hilfreich. Dann müsste also eine Kultur angelegt werden. Eine Frau mit typischer Dysurie sollte also auch ohne positiven Urinstix antibiotisch behandelt werden.

Literatur: Is a dipstick test sufficient to exclude urinary tract infection in women with overactive bladder? Hessdoerfer E, Jundt K, Peschers U. Int Urogynecol J. 2011 Feb;22(2):229-32.

Kontakt:

Klinik für Gynäkologie der Charité



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