19.08.2013 - Aktuelles aus den Centren

Migration, Gesundheit und kulturelle Vielfalt – eine Herausforderung für die Gesundheitsversorgung?

Veranstaltung: „Migration und Gesundheit“ im Abgeordneten Haus von Berlin  (v. li.- n. re.: Thomas Isenberg, MdA, Prof. Theda Borde, Alice-Salomon-Hochschule, Prof. Jalid Sehouli, Direktor…

Veranstaltung: „Migration und Gesundheit“ im Abgeordneten Haus von Berlin (v. li.- n. re.: Thomas Isenberg, MdA, Prof. Theda Borde, Alice-Salomon-Hochschule, Prof. Jalid Sehouli, Direktor Gynäkologie /Charité, Sabine Oldag, Dolmetscherin, Barbara Scheffer, AsF, Dr. Annika Lange und Boris Velter, ASG)

Am 18. Juni 2013 fand auf Einladung von drei großen Arbeitsgemeinschaften (AG Sozialdemokratischer Frauen, AG Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen, AG Migration und Vielfalt) zusammen mit Thomas Isenberg, MdA, ein Gesundheitspolitischer Dialog zum Thema „Migration, Gesundheit und kulturelle Vielfalt“ im Abgeordnetenhaus von Berlin statt. 

Rund ein Viertel aller Berlinerinnen und Berliner haben Migrationshintergrund, bei den Kindern und Jugendlichen sind es über 40 Prozent. Dies bringt eine große Bereicherung des gesellschaftlichen Lebens mit sich, stellt speziell das Gesundheits- und Pflegewesen aber auch vor große Herausforderungen. Es ist unsere gemeinsame Aufgabe, die Gesundheit von Kindern und Familien mit Migrationshintergrund gezielt zu fördern und gesundheitliche Chancengleichheit herzustellen. Dabei müssen sprachliche Barrieren überwunden und sozio-kulturelle Hintergründe berücksichtigt werden. 

Thomas Isenberg eröffnete den Abend mit einem Impulsreferat. Gemeinsam mit den ExpertenInnen 

- Frau Prof. Dr. Theda Borde, Rektorin der Alice Salomon Hochschule Berlin
- Prof. Dr. med. Jalid Sehouli, Direktor der Klinik für Gynäkologie, Charité
- Frau Sabine Oldag, Projektleiterin Gemeindedolmetschdienst 

wurden u.a. folgende Fragen diskutiert: Wie könnte eine migrationssensible Gesundheitsversorgung aussehen? Welche Erfahrungen gibt es? Gibt es schon erprobte Strategien? Wie werden sprachliche Barrieren überwunden unter besonderer Berücksichtigung der unterschiedlichen Kulturen und - wie ist das machbar? 

Besonders interessierte auch die Frage, wie diesbezüglich die gesundheitspolitischen Ziele der Berliner Koalition aussehen. 

Es entwickelte sich ein lebendiger und zukunftsgerichteter Dialog, in dem viele Zukunftsstrategien aufgezeigt wurden. Die Forderungen reichten von einer besseren Weiterbildung und Sensibilisierung von Fachkräften über die Entwicklung von Standards guter Praxis bis hin zur Sprach- und Kulturvermittlung und vor allem nach mehr Ganzheitlichkeit: Besseres Arbeiten „Hand in Hand“ auf allen Ebenen, auch und insbesondere zwischen dem Personal und den betroffenen Patienten und Patientinnen. 

Prof. Dr. J. Sehouli plant ein innovatives Konzept zur Stärkung der interkulturellen Kompetenz des medizinischen Personals in der Charité.

Barbara Scheffer (ASF), Boris Velter (ASG), Aziz Bozkurt (AG Mig) und Thomas Isenberg (MdA)

Kontakt:

Prof. Dr. med. Jalid Sehouli

Prof. Dr. med. Jalid Sehouli

Direktor der Klinik Standorte CVK (Wedding) und CBF (Steglitz)

CharitéUniversitätsmedizin Berlin

CharitéCentrum Frauen-, Kinder- & Jugendmedizin mit Perinatalzentrum & Humangenetik CC 17

t: +49 30 450 564 002

f: +49 30 450 564 900

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